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Die Geschichte der Zeulner Schützen reicht bis in die Zeit des 30 jährigen Krieges. Bereits in der Gemeinderechnung von 1628 ist eingetragen: " 1 Fl.-Kr. (Gulden) für 2 1/2 Ellen rot wüllen duch, so vom Schützenröcklein übrig"! Dies ist somit auch der älteste Nachweis über den Zeulner Bürgerausschuß und die Schützen.

Während dieser Zeit des 30 jährigen Krieges wird der Name der Zeulner Wehr mehr als einmal genannt. Neben der Verteidigung des Ortes blieb Ihr auch ein Einsatz in der näheren Umgebung nicht erspart. So war es in früherer Zeit üblich und selbstverständlich, dass in den Dörfern und Städten die Bürgerwehren und Stadtsoldaten, aber auch die Schützen den Schutz der kirchlichen Würdenträger übernahmen.

Die Zeit der Gründung der Gesellschaft.

Im Jahre 1798 stiftete der ehemalige Bürgermeister Johannes Schrepfer der noch bestehenden alten Bürgerwehr eine Fahne. Dies Fahne wurde später von der neu gegründeten Schützengesellschaft übernommen. Sie wurde nunmehr bei allen Umzügen mitgeführt. Die Fahne wurde im Laufe der Jahre so stark beansprucht, so dass nur die Spitze der Fahne die Kriegswirren überstand. Diese Spitze ziert noch heute unsere Schützenfahne!

Die Gründung der Gesellschaft fällt in die Zeit des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Leider läßt sich das Gründungsjahr nicht genau festlegen, da wie bei vielen anderen Schützengesellschaften auch schriftliche Aufzeichnungen fehlen, bzw. verlorengegangen sind. Werfen wir einen Blick auf das im Gesellschaftsnamen angegebene Gründungsjahr von 1820. Es kann heute als sicher angenommen werden, dass dieses Datum nicht das Gründungsjahr nennt. Vielmehr wird es wohl so gewesen sein, dass man in späteren Jahren mangels anderer Kenntnis und Unterlagen, auf das auf der ältesten Schützenscheibe angegebene Datum zurückgegriffen hat.

Als weiteres Indiz mag gelten, dass die Zeulner Schützengesellschaft im Jahre 1820 auf eigene Kosten ein Schießhaus erbaute, wofür wohl kaum eine neu gegründete Gesellschaft die Mittel und Kapitalien haben konnte. Desweiteren nahmen bereits vor 1820 Zeulner Schützen an den Schießveranstaltungen bei benachbarten Gesellschaften teil.

Die älteste Schießscheibe wurde im Jahre 1820 vom Landarzt Johann Heckel der "löblichen Schützen-Gesellschaft zu Markt-Zeuln" zum ersten regulirten Scheibenschießen" am 2. Mai 1820 gestiftet.

Sie zeigt als Motiv eine Glocke mit Krone im Lorbeerkranz, umschrieben mit einem Zitat aus Friedrich Schillers "Lied von der Glocke";

"Da wo das Strenge mit den Zarten wo Starkes sich und Mildes paaren da gibt es einen guten Klang".

Die Glocke selbst ist mit einem Wappen verziert, vermutlich dem des Stifters und trägt die Inschrift"Concordia" sowei dem lateinischen Sinnspruch:

"Vivos voco. Mortuos plango. Fularo frango" was heißt:

"Die Lebenden rufe ich. Die Toten betrauere ich. Blitze breche ich"

Diese Scheibe, die übrigens von Johann Brückner aus Hochstadt gewonnen wurde, gibt Johann Heckel zum ersten "regulirten" Scheibenschießen in Zeuln, also hat es auch vorher bereits andere Schießen gegeben, und Er gibt sie einer bereits bestehenden Gesellschaft.